make kernel?

einleitung
die vorteile, sich einen eigenen kernel zu bauen liegen eigentlich klar auf der hand:
- performance
- system wird auf die plattform abgestimmt
- unterstützung für besondere hardware
- unnötige balast kann entfernt werden
- macht spass

was brauche ich?
um einen kernel selbst zu kompilieren wird folgendes benötigt:
- kernel-source (z.b.: von kernel.org)
- compiler gcc
- tool make

ok, alles vorhanden, wie geht’s nun los?
- zuerst als root anmelden:

su

- den kernel-source in das verzeichnis “/usr/src/” verschieben

mv kernel.tar

- den kernel-source entpacken:

tar xvzf kernel.tar

- einen symlink anlegen (oder falls vorhanden ändern) mit “/usr/src/linux” -> “/usr/src/new_kernel_dir“:

ln -s /usr/src/linux /usr/src/new_kernel_dir

- in das source verzeichnis wechseln:

cd /usr/src/new_kernel_dir

- die kernel-konfiguration starten, hier gibt es verschiedene varianten
– möchte man eine neue konfiguration aus der vorhandenen ableiten:

make cloneconfig

– möchte man eine neue konfiguration aus der konsole erstellen (ncurses ist installiert):

make menuconfig

– möchte man eine neue konfiguration aus der konsole erstellen (geht immer):

make config

– möchte man eine neue konfiguration mit einer grafischen oberfläche erstellen:

make xconfig

- nun müssen die abhängigkeiten (dependencies) erstellt werden:

make dep

- alte build-dateien löschen:

make clean

- kernelimage:

make bzImage

- neuen kernel installieren:

make install

- module bauen:

make modules

- module installieren:

make modules_install

- ist das alles ohne fehler abgelaufen – dann glückwunsch!
- achtung! jetzt muss noch lilo ausgeführt werden, sonst kann es passieren, dass linux nicht mehr startet:

lilo

- wird ein anderer bootmanager als lilo benutzt, sollte man in dessem manual nachschlagen, ob eine neukonfiguration notwendig ist!
- und zu guter letzt neu starten ;-)