Ein wichtiger Faktor im Tagesgeschäft ist die angemessene und nützliche Berichtserstattung. Oftmals gibt es gerade hier noch viel Optimierungspotential, einfach durch den Einsatz neuer Softwaretechnologien oder -produkte.
Hier kommt der SQL Server 2005 ins Spiel. Für mich ist er eine echte Benchmarkentwicklung aus dem Microsoft-Imperium.
Gerade wenn vorher viel Reporting über Excel-Sheets oder gar Datenbanken verteilt über Excel-Sheets Einsatz gefunden haben, ist der SQL Server eine gute Alternative.

Hat man das Ziel, einen Bericht zu erstellen, dann beginnt man zunächst mit der Anbindung der Datenquellen. MSSQL bietet dazu viele Möglichkeiten (beispielsweise OLEDB, ODBC, Flat Files, Excel Sheets, CSV Files). Greift man auf Daten aus heterogenen Datenquellen zurück, finden die sog. Integration Services ihren Einsatz. Ein großartiges Tool, da zahlreiche Elemente zur Vefügung stehen, um auch sehr verwüstete Files in den Data-Flow einzubinden.
Hat man die Daten in der Datenbank bietet MSSQL die Analysis Services an, mit denen man (auch grafisch) Abfragen formulieren kann und sich dann automatisch den passenden Berichts erzeugen lassen kann. Außerdem werden Data Mining Methoden zur Verfügung gestellt, die nach Mustern in den Datensätzen suchen können.
Als nächstes legt man das Layout und die Art des Berichts fest: MSSQL bietet dazu entweder den Report Builder oder direkt Visual Studio an, wobei immer zahlreiche Tools und Kontrollelemente zur Verfügung gestellt werden. Es gibt außerdem verschiedene Berichts-Arten (Listen, Charts, Matrizen und multidimensionale Berichte).
Die Verteilung der Berichte wird durch die Reporting Services unterstützt. Dabei können Berichte auf einen sogenannten Reporting Server (unter IIS) geladen und von Benutzern abgerufen werden. Diese Berichte können dann dynamisch (ad hoc) vom Benutzer verändert werden und in vielen Formaten (html, pdf, xls) heruntergeladen werden.

Alles in allem ist der neue SQL Server eine gelungene und runde Sache, die einen sehr kompletten Funktionsumfang aufweist. Gerade für kleinere Firmen oder Niederlassungen kann der SQL Server eine Alternative zu komplexeren und kostenintensiveren Varianten (beispielsweise SAP, ORACLE) sein.

Ist selbst der SQL Server zu groß bemessen, sollte man entweder auf MS Access (ein sehr gutes Tool für kleinere Anforderungen) zurückgreifen, bei seinen Excel Sheets bleiben oder mal im Open-Source Bereich Ausschau halten.

OpenSource: sehr gute Software sind für mich Pentaho (enterprise-class reporting, analysis, dashboard, data mining and workflow capabilities) und BIRT (Business Intelligence and Reporting Tools von Eclipse und Actuate).
:-)